Eine weitere Beispielaufgabe zu Sequenzdiagrammen, diesmal mit einer Schleifmaschine.

Mit einem Sequenzdiagramm wird die Kommunikation zwischen den Objekten eines Systems dargestellt.

Auch dieses Diagramm besteht aus mehreren Komponenten:

  • Interaktionsrahmen: Systemgrenze
  • Lebenslinien: Akteure / Objekte innerhalb des Systems
  • Aktivitäten: Handelndes Objekt
  • Asynchrone Nachrichten: Gerichtete (v. Sender zum Empfänger) Nachricht. Bei Asynchronen Nachrichten fährt der Sender mit seiner Aktivität fort und wartet nicht auf eine Antwort des Empfängers
  • Synchrone Nachrichten: Gleiche Funktionsweise wie bei der Asynchronen Nachricht, wobei der Sender nicht auf eine Antwort des Empfängers wartet

Weiterhin gibt es die Möglichkeit, das Diagramm mit den bekannten Strukturen (Verzweigung, Schleifen) oder auch mit Multithreading zu erweitern. Diese Erweiterungen werden im Kontext Fragmente genannt.

Als Beispiel möchte ich hier allerdings vom Filmverleih abweichen und stattdessen mit einer Schleifmaschine, das Diagramm darstellen.

Der Maschinenbediener hat eine Kiste mit ungeschliffenen Werkstücken. Diese legt er solange in die Maschine ein, bis die Kiste leer ist. Die Maschine schleift die Werkstücke und wirft sie automatisch aus. Der Maschinenbediener muss zum Einlegen der Werkstücke nicht auf die Maschine warten, sonder kann in seinem Takt die Werkstücke einlegen. Die Maschine läuft solange weiter, bis sie vom Maschinenbediener abgeschalten wird. Bemerkt der Maschinenbediener nach Beendigung des Schleifvorgangs, dass das Schleifbild nicht der Vorgabe entspricht, muss er die Maschine erneut starten und den Schleifvorgang wiederholen.

In dieser Zeichnung fehlt noch der alles umfassende Systemrahmen, der in diesem Fall den Namen Werkstück Schleifen oder einfach nur Schleifen tragen könnte. Zu beachten ist bei Sequenzdiagrammen vor allem, dass es für einen Akteur meist keine passive Zeit gibt, in diesem Fall den Maschinenbediener. Dieser ist über den ganzen Zeitraum damit beschäftigt, entweder ein neues Werkstück einzulegen oder darauf zu warten, dass das letzte Stück aus seiner Kiste fertig geschliffen ist. Sobald es in einem Diagramm nur eine Alternative gibt, wird diese mit opt für Option gekennzeichnet, gefolgt von den üblichen eckigen Klammern, die die Bedingung umschließen. Wie auch bei meinem Beispiel mit dem Use Case, ist es nicht besonders gut, allerdings ist es wichtig sich mit verschiedenen Aufgabenstellungen zu beschäftigen, um diese Art von Diagrammen korrekt erstellen zu können.